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Ökologie

Leitungswasser vs. Flaschenwasser: die echte ökologische und wirtschaftliche Bilanz

Man vergisst es leicht: Flaschenwasser kostet 500-mal mehr als Leitungswasser, und sein CO₂-Fussabdruck ist ungleich grösser. Die detaillierte Bilanz.

1. Juni 2026 7 Min. Lesezeit
Ein Glas gefiltertes Wasser im Vergleich zu Plastikflaschen

In der Schweiz trinkt jede Person durchschnittlich 110 Liter Flaschenwasser pro Jahr. Eine Zahl, die harmlos wirkt – bis man ihre wirklichen Kosten misst, für das Portemonnaie wie für den Planeten.

Die finanziellen Kosten

Leitungswasser kostet in der Schweiz rund 0,002 CHF pro Liter. Eine Markenflasche kostet leicht 1 CHF pro Liter. Für eine vierköpfige Familie mit 2 Litern pro Person und Tag:

  • Leitungswasser: ~6 CHF pro Jahr
  • Flaschenwasser: ~2 920 CHF pro Jahr
  • Gefiltertes Wasser zu Hause: ~80 CHF pro Jahr (inkl. Kartuschen)

Die ökologischen Kosten

Eine 1,5-l-PET-Flasche verursacht rund 90 g CO₂ über Herstellung, Transport und Recycling hinweg. Multipliziert mit dem Durchschnittsverbrauch sind das für eine Familie fast 80 kg Plastik und 200 kg CO₂ pro Jahr.

Leitungswasser hingegen fliesst durch Schwerkraft von der Quelle. Sein CO₂-Fussabdruck ist rund 1 000-mal kleiner als jener von Flaschenwasser.

Warum kaufen trotzdem so viele Flaschen?

Umfragen nennen drei Hauptgründe: Geschmack (teils gechlortes Wasser), Vertrauen (Angst vor Schadstoffen) und Gewohnheit. Die Filtration zu Hause beantwortet die ersten beiden Punkte direkt, indem sie Klarheit und Geschmack verbessert, ohne die Mineralien anzutasten.

Die Rechnung über fünf Jahre

Über fünf Jahre spart eine Familie, die von Flaschen- auf gefiltertes Wasser umstellt, rund 14 000 CHF und vermeidet 400 kg Plastik. Ein Filter amortisiert sich in wenigen Wochen.

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